Arbeiten 4.0 – Die Denkfabrik ist mit dabei!

Wie sieht Führung in der digitalisierten Arbeitswelt aus?

Interview von Frau Prof. Dr. Swetlana Franken zum Thema Führung im Kontext “Arbeiten 4.0” in der FH Bielefeld.

Mehr Informationen zum Projekt “Arbeiten 4.0” des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales finden Sie hier:

Arbeiten 4.0

Und weitere Beiträge in diesem Format hier:

Zu den Experimentierräumen

Zukunftsnetzwerke für die Digitalisierung

Unternehmen und Studierende tauschen sich über Chancen und Risiken der Digitalisierung aus.

Am 06.06. fand der dritte und abschließende Workshop der zweiten Weiterbildungsreihe des Forschungsprojektes „Women Ressource“ statt. Beim dritten Workshop konnten sich die Studierenden nun insbesondere auf einen Austausch mit Unternehmen aus der Region freuen, die die Teilnehmenden über Themen der Digitalisierung informierten und mögliche berufliche Chancen aufzeigten. Eröffnet wurde der Workshop zunächst von Prof. Dr. Franken, die die Zuhörer ermutigte, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und anhand von aktuellen Studien aufzeigte, dass der Anteil von Frauen in MINT-Berufen zwar stetig zunimmt, sich allerdings immer noch auf einem niedrigen Niveau befindet.

Im Anschluss folgte Frau Khairallah von CLAAS E-Systems, die in ihrem Vortrag die Fortschritte im Bereich der Digitalisierung bei CLAAS präsentierte und mögliche Einstiegswege aufzeigte.

Daraufhin stellten Studierende ihre Ergebnisse aus den Workshops I und II vor,  in denen sie digitale Geschäftsmodelle nach der Methode Business Model Canvas entworfen hatten und  sich anhand der Persona-Methode näher mit der digitalen Arbeit und Lebenswelt im Jahr 2030 beschäftigt hatten.

Frau Celik, Leiterin der Beratungsstelle Beruflicher Weiterbildungsverbund, stellte im Anschluss anhand zweier Fallbeispiele die Optionen der beruflichen Weiterbildungen und Förderungsmöglichkeiten des BWB e.V. dar.

Unter dem Titel „Mit Schüco digital in die Zukunft – Für alle Phasen aufgestellt“ stellte Tabea Clemens von SCHÜCO International vor, wie SCHÜCO die Vorteile der Digitalisierung für seine Kunden nutzt und zeigte den Studierenden ebenfalls Berufsperspektiven auf.

Bei der gemeinsamen Mittagspause konnten sich die Workshop-Teilnehmer anschließend bei lockerer Atmosphäre austauschen und Kontakte zu den Unternehmensvertreterinnen knüpfen.

Den Abschluss des Workshop-Reihe bildete eine interaktive Pressekonferenz im Jahr 2030, bei der sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Generationen und Unternehmen sowie eine Künstliche Intelligenz (KI) über Chancen aber auch Risiken der Digitalisierung austauschten und Fragen der Zuhörer beantworteten. Auf die Frage, ob die KI ein Bewusstsein habe, antwortete sie mit den Worten „Ich bin hier“.

Foto: Pressekonzerenz im Jahr 2030

Die Teilnehmenden durften sich über viele neue Eindrücke und Wissen sowie ein Zertifikat freuen, dass ihnen die Teilnahme an der Weiterbildungsreihe des Forschungsprojektes „Women Ressource 4.0“ bescheinigte.

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Text und Fotos: Jannes Fock

Gemeinsam in die digitale Zukunft

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Das Forschungsteam „Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt“ der FH Bielefeld unter der Leitung von Prof. Dr. Franken veranstaltet Workshop-Reihen im Forschungsprojekt „Women Ressource 4.0“.

Die erste Workshop-Reihe in 2017 war sehr erfolgreich und es wurden viele Kontakte zwischen Studierenden und Unternehmen in der Region geknüpft, woraus auch Praktika und Abschlussarbeiten resultierten.

Die Forschungsprojekte der „Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt“ beschäftigen sich mit der Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt in der Zukunft.

Foto: Herzlich Willkommen!
Fotografin: Kristina Abels

Ziel des ersten Workshops am 08.05.2018 in der FH Bielefeld war es, die Herausforderung der Digitalisierung in der Arbeitswelt zu diskutieren und gemeinsam neue digitale Geschäftsmodelle zu entwerfen.

Zunächst wurde die Digitalisierung näher beleuchtet und Chancen als auch Risiken der Industrie 4.0 sowie die damit einhergehenden Veränderungen gegeneinander abgewogen.

Dieser Vortrag gab Impulse für die Studierenden selbst aktiv zu werden und eigene Vorschläge und Ideen weiter zu entwickeln.

Anschließend haben mehrere Kleingruppen mit Hilfe des Business Model Canvas für vier renommierte Unternehmen – Bahlsen, Audi, Zara und Adidas – neue digitale Geschäftsmodelle für die Zukunft erarbeitet.

Dies ermöglichte eine gezielte und kreative Auseinandersetzung mit Kundengruppen, Schlüsselkompetenzen und Kostenstruktur des Unternehmens in der Zukunft.

Veränderungen in der Arbeitswelt, beispielsweise die Nutzung künstlicher Intelligenz in der Produktion, werden auf diese Weise als Bereicherung für das Unternehmen gesehen.

Foto: Wer baut den höchsten “Spaghetti- Turm”?
Fotografin: Kristina Abels

Diese Arbeit in Kleingruppen war ein voller Erfolg: es wurden zahlreiche relevante und innovative Ansätze gefunden die Digitalisierung für sich zu nutzen und zukünftigen Trends zu antizipieren.

Es fand ein gemeinsamer Austausch von Wissen und Ideen statt.

Im Rahmen des Workshops wurden die Teilnehmenden geschult, kreative Ideen zu entwickeln und neue Bereiche der Digitalisierung zu entdecken, die zukünftig von Unternehmen genutzt werden können.

Die kreative und positive Arbeitsatmosphäre war es, die letztendlich zu den erfolgreichen Ergebnissen des Workshops führte.

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Erfolgreiche Konferenz: Digitalisierung und Diversity

„Die Veränderungsbereitschaft aller Akteure ist das Tor zum erfolgreichen digitalen Wandel“, lautet eines der zentralen Ergebnisse der Konferenz „Digitalisierung und Diversity: Arbeitswelt 4.0 gemeinsam gestalten“ an der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Neben Vorträgen aus Wissenschaft und Praxis boten interaktive Sessions Raum für Diskussion und Austausch. So vielfältig wie das Programm war auch die Zusammensetzung des Teilnehmendenkreises bestehend aus Studierenden, Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden und Institutionen.

Projektleiterin Prof. Dr. Swetlana Franken präsentierte Zwischenergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Women Ressource 4.0“, dessen Ziel in der Untersuchung und Erschließung von Potenzialen von Frauen für die Gestaltung der Digitalisierung liegt. „Die Arbeitswelt 4.0 muss von Männern und Frauen gemeinsam gestaltet werden, um die Vorteile der Digitalisierung und Flexibilisierung optimal zu nutzen“, sagt Franken.

Dass hier allerdings noch Handlungsbedarf in der gleichberechtigten Gestaltung besteht, zeigen die Ergebnisse des Projekts „Gender 4.0“, die von Malte Wattenberg und Johanna Schenk vorgestellt wurden. Im Projekt wurden die genderspezifischen Einstellungen von Young Professionals in Bezug auf Digitalisierung und Industrie 4.0 untersucht. Nach wie vor seien geschlechtsspezifische Stereotype in Bezug auf die Digitalisierung und Kompetenzen vorhanden.

Alexandra Wassermann, Wissensmanagement und Lernende Organisation bei thyssenkrupp, beleuchtete die Vorgehensweise bei Innovationsprojekten. Entscheidend sei der Einbezug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Einführung neuer Technologie. Zu den Herausforderungen internationaler und flexibler Zusammenarbeit referierte Melanie Schuppner, Projektmanagerin bei Arvato Bertelsmann: „Digitalisierung macht die internationale Zusammenarbeit zwar möglich, aber nicht unbedingt einfacher. Das Wissen über die Gender- und Kulturproblematik hilft jedoch dabei, Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation zu erarbeiten.“

Interaktive Session mit Nina Mauritz zum Thema “Flexibilisierung der Arbeit”

Auch die Themen „Flexibilisierung der Arbeit“ und „(Neue) Anforderungen an die Mitarbeitenden in der Arbeitswelt 4.0“ wurden in interaktiven Sessions aufgegriffen sowie in verschiedenen Fokusgruppen Thesen für die digitalisierte Arbeitswelt entwickelt. Diesen konnten im Anschluss von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern per Abstimmungstool bewertet werden.

Frau Prof. Dr. Franken und Lotte Prädikow lassen die TeilnehmerInnen abstimmen

Die Vorträge der Veranstaltung sowie die Thesen der Fokusgruppen findet Ihr zum Download hier.

Die Bilder zur Veranstaltung findet Ihr in unserer Bildergalerie.

Pressebericht der FH Bielefeld